Afrika: Drohnen zum Schutz von Nashörnern

Über die Plattform Indiegogo sucht ein Tierschutzprojekt Unterstützung für den Bau von kleinen Flugzeugdrohnen. Sie sollen aus der Luft die letzten vier nördlichen Breitmaulnashörner und andere Tiere beschützen. Die vier verbliebenen Breitmaulnashörnern leben in Freiheit - noch. Kriminelle Jäger bedrohen die vom Aussterben bedrohte Tierart. 

Um ein Aussterben der freilebenden Breitmaulnashörner zu verhindern, sollen nun kleine Flugzeugdrohnen zum Einsatz kommen. Das Ol Pejeta Reservat in Kenia hat zur Überwachung des Parks nur wenige Tierhüter, die die riesige Fläche nicht vollständig selbst beaufsichtigen können. 

Die Flugzeugdrohnen stammen von dem Unternehmen Unmanned Innovation, finanziert sollen sie über die Plattform Indiegogo werden. 

Die Flugzeugdrohnen wurden ursprünglich von der Uni Colorado entwickelt, um in der Tornado-Forschung eingesetzt zu werden. Daher stammt auch der Name Tempest (englisch für Sturm). Die Rhino Tempest Drones fliegen per Funksteuerung oder arbeiten per Autopilot einen festgelegten Kurs ab und filmen mit einer Sony-Full-HD-Kamera mit 20fach-Zoom, die unterhalb des Flugapparats in einer 360 Grad drehbaren Halterung befestigt ist.

Die Drohnen fliegen zwischen 75 und 125 Kilometern und benötigen dafür rund eineinhalb bis zwei Stunden. Sie decken dabei eine Fläche von rund 40 Quadratkilometern mit Videoaufnahmen ab. Das Ol Pejeta Reservat ist rund 360 Quadratkilometer groß.
(Bild: Indiegogo)


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